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Focus 24 Stunden von Stuttgart

Vier Radfahrer vom Lauftreff Auenwald wagten sich anlässlich des ersten 24 Stunden MTB Rennens an eine neue Herausforderung.  Das Rennen wurde auf und um das Messegelände in Stuttgart veranstaltet. Mit Mountainbikes ging es auf einen Rundkurs über 7,5Km mit jeweils 70Hm. Die Veranstalter hatten mit einer steilen Holzrampe, Slalomfahrten und Sprungschanzen diverse Schikanen integriert.  Zusammen mit den Abschnitten auf den angrenzenden Feldwegen und im Messeparkhaus erforderte das eine Menge Geschick und Mut der Teilnehmer. Die Fahrer wechselten nach eigenem Ermessen durch Übergabe eines Staffelstabs. Sieger war dann das Team mit den meisten gefahrenen Runden.
Die vier Lauftreffler Gerd Gruber, Thomas Gerst, Rainer Albrecht und Teamleiter Bernd Jope hatten zwar alle eine Menge Rennerfahrung, doch ein 24 Stundenrennen hatte bisher noch keiner von ihnen absolviert.
Voller Vorfreude und mit einer gewissen Unsicherheit in den Beinen trafen sie sich mit rund 800 weiteren Teilnehmern frisch ausgeruht mit Sack und Pack am Samstagmorgen auf dem Messegelände. Leider lag der Platz des ihnen zugeteilten Sektors im Außenbereich, was die Stimmung etwas dämpfte. Denn vorab hatten sie natürlich den aktuellen Wetterbericht für das Wochenende überprüft und dieser hatte etwas Regen in der Nacht vorhergesagt, welcher von frischen Temperaturen um die 7°C begleitet sein sollte.
Pünktlich um 15:00 Uhr erfolgte dann der Startschuss für die Rennfahrer, wobei die erste Runde, eine sogenannte Lemans Runde zur Neutralisation des Rennens, nicht in die Wertung einfloss. Bernd durfte als erster ran und er bestätigte auf der Strecke die ersten Hochrechnungen, die nach dem Training veranschlagt wurden, so dass die geplante Taktik mit einem Fahrerwechsel nach jeweils zwei Runden bis zur Einbruch der Nacht fortgesetzt werden konnte.
Der Einbruch der Dämmerung erforderte an allen Rädern jeweils ein eigenes Front- und Hecklicht und das Team stellte die Taktik auf drei Runden um. Dadurch sollten die Fahrer eine längere Pause zwischen den jeweiligen Einsätzen haben. Nach über fünf Stunden passierte dann das, was jeder vermeiden wollte! In der zweiten von drei Runden wurde an Bernds Hinterrad ein akuter Luftverlust festgestellt. Zum Glück war er erst zwei Kilometer von der Wechselzone entfernt, so dass er mit einer kurzen Laufeinheit zügig zurück sprinten konnte und dadurch letztlich nur 10 Minuten Zeitverlust und eine nicht gewertete Runde in Kauf genommen werden musste.
Die weiteren Runden und Wechsel erfolgten problemlos, bis dann um ca. ein Uhr nachts der vorhergesagte Regen einsetzte. Dazu leider stärker als gedacht und die Temperaturen sanken deutlich. Gerd der zuvor nochmals mit der schnellsten Rundenzeit des Teams alles aus sich herausgeholt hatte, kam mit den widrigen Bedingungen überhaupt nicht zurecht und musste mit einer deutlichen Unterkühlung eine Pause zum Aufwärmen einlegen. Thomas kämpfte mittlerweile mit dem deutlichen Nachlassen seines Akkulichts, was auf den nassen Trails kein Spaß mehr war. Kurzerhand hängten Rainer und Bernd jeweils noch eine vierte Runde an ihre Einheiten dran, denn ab ca. 6:30 Uhr in der Früh sollte der Regen aufhören und die Sonne würde wieder aufgehen.
Zum Glück traf alles wie erwartet und erhofft ein und die Bedingungen wurden bei schnell abtrocknender Strecke schlagartig besser, so dass auch Gerd wieder eine vorsichtige Runde wagte. Alles verlief positiv und das Rennen konnte wieder in voller Besetzung weitergeführt werden. Die Fahrer waren nun seit über 18 Stunden auf dem Rad und so langsam machte sich die Müdigkeit deutlich bemerkbar. Deshalb wurde die Taktik auf jeweils eine Runde umgestellt, wodurch die Belastung für jeden Einzelnen relativ kurz war und er im Anschluss jeweils ca. eine Stunde Pause zur Erholung hatte.
Das Rennende kam immer näher und die Hochrechnungen begannen. Wer muss noch wie viele und wer muss die letzte Runde fahren. Bernd sollte die letzte Einheit absolvieren und alle dachten schon an das Zusammenpacken. Aber bis dorthin gab jeder noch einmal alles was er in den Beinen hatte und so kam es, dass wenige Sekunden vor Schließung der Wechselzone der Staffelstab von Bernd an Thomas für eine letzte Runde übergeben werden konnte. Nach 24:18:59 Stunden und 73 gewerteten Runden waren dann alle erleichtert, als Thomas endlich über die Ziellinie fuhr und ein langes Rennen zu Ende ging. Als Ergebnis ihrer Schindereien wurden sie mit Platz 5 in der 4erTeam Masterklasse – d. h. das Gesamtalter des Teams musste mindestens 180 Jahre betragen – und Gesamtplatz 46 von 163 Teams belohnt.

So fuhren sie:
Thomas Gerst 20 Runden
Rainer Albrecht, 19 Runden
Bernd Jope 19 Runden
Gerd Gruber 15 Runden

 

Vor dem Rennen: Gerd Gruber, Thomas Gerst, Rainer Albrecht und Bernd Jope

Geschafft!

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