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Paris-Brest-Paris

Am 16. August war es wieder soweit, in Paris starteten gut 6000 Teilnehmer zum berühmtesten Fahrradmarathon der Welt: zur 18. Auflage von „Paris-Brest-Paris“ kurz PBP genannt. Das heißt 600 km bis an die Atlantikküste und gleich wieder zurück gen Osten zum Startpunkt Paris. Diese 1200 Kilometer müssen die Radler innerhalb von 90 Stunden bewältigen. Für Hans Gronbach war es die zweite Teilnahme an dieser speziellen „Tortur de France“. Bereits beim letzten Rennen in 2011 war er dabei. Um aber überhaupt teilnehmen zu dürfen, musste er zuvor vier sogenannte „Brevets“ erfolgreich gefahren haben. Das sind Fahrten von 200, 300, 400 und 600 Kilometern Länge, die ebenfalls in einer vorgegebenen Zeit (13,5/20/27/40 Stunden) geschafft werden müssen. Diese werden nur von bestimmten „Randonneurs Mondiaux“ an festen Terminen durchgeführt. Für Deutschland z. B. von ARA (Audax Randonneurs Allemagne) Nordbayern oder ARA Breisgau. Außerdem ist die Anzahl der Teilnehmer beim Rennen limitiert. Hans schaffte wieder alle Hürden und ging motiviert an den Start. Im Vorfeld hatte er auf etlichen Langstrecken gut trainiert. So noch eine Woche vor der PBP mit einer Tagestour an den Main und zurück eine Strecke von gut 400 Kilometern. Außerdem hatte er durch die vorhergehende Teilnahme schon eine gewisse Erfahrung und konnte diese auch voll ausspielen. Bei diesem Rennen reicht eine gute Kondition allein nicht aus, das Wichtigste ist der Kopf – eine große Motivation und strenge Selbstdisziplin. Hans schloss sich diesmal keiner Gruppe an, sondern fuhr die ganze Strecke stets in seinem eigenen Rhythmus, entgegen dem letzten Mal mit wenigen, möglichst kurzen Pausen. Da waren 1 ½ Stunden Schlaf außer der Reihe schon sehr viel. Diese Taktik zahlte sich aus, so dass er am Ende gegenüber 2011 volle 3 Stunden schneller im Ziel war. Für ihn hieß das: Start in Paris am 16.08 um 17:30 Uhr und knapp 3 Tage später, am 19.08. um 17:15  Uhr, Zielankunft wieder in Paris. Nach insgesamt 1230 Kilometern in genau 71 Stunden und 45 Minuten. Nur nebenbei war er damit nur 23 Minuten langsamer als der Sieger der ersten Tour Paris-Brest-Paris im Jahr 1891, als dieser als Erster von rund 200 Teilnehmern nach 71:22 Std. (ohne Schlaf!!) Paris erreichte. Der Letze benötigte damals 10 Tage!
Was ist nur das Besondere daran, dass man sich solch einer Qual wieder aussetzt? Hans Gronbach jedenfalls meint, dass er zum einen gern sehr lange Strecken fährt und beim PBP gefällt ihm die besondere Atmosphäre und die große Begeisterung und Unterstützung der Franzosen an der Strecke. Als große Fahrradnation wissen sie die Herausforderungen solch einer extremen Tour hoch genug einzuschätzen und bieten den Fahrern Tag und Nacht Getränke, Verpflegung und sogar Zelte zur Übernachtung an.

Auch das Höhenprofil ist nicht ohne! Besonders nach dem Wendepunkt in Brest, wenn es vom Atlantik (Meereshöhe) wieder bis auf fast 300m hoch geht.

 


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