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1. Zugspitz Ultratrail

Nach Davos (70 km) und Tour de Tirol (73,3 km in 3 Tagen) hatte Beate Bauer noch eine weitere ultimative Herausforderung gesucht. So startete sie am letzten Samstag zu einer besonders heftigen Plackerei, dem erstmals ausgetragenen Zugspitz Ultratrail. Hierbei umrundete sie einmal das gesamte Wetterstein-Massiv. Eine Strecke von 101 Kilometern mit 5500 Höhenmetern, die ein ambitionierter Wanderer in 4 bis 5 Tagen schafft. In das hochkarätige Teilnehmerfeld reihten sich neben den besten deutschen Bergläufern noch etliche internationale Spitzenathleten, die zum Beispiel die Wüstenrennen in China, ägypten, Chile und der Antarktis gewannen. Dabei war auch Julia Böttger, die im letzten Jahr mit ihrem "Lauf nach Chamonix" für Furore sorgte - in 21 Tagen lief sie 814 Kilometer und 42.400 Höhenmeter. Als klare Favoritin holte sie sich auch den Sieg bei diesem Ultratrail. Doch auch Bea war gut unterwegs. Morgens um kurz nach 7 Uhr fiel in Grainau der Startschuss zum Extremlauf über 5 Gipfel. Zunächst hoch zum Eibsee, vorbei an der Ehrwalder Zugspitzbahn und um die Zugspitze herum. Dann hoch auf gut 2000m zum Feldernjöchl. Im Auf und Ab weiter über die Rotmoosalm zur Hämmermoosalm. Von dort in einer Wahnsinnssteigung wieder auf 2000m hoch zum Scharnitzjoch. Hier waren fast 50 Kilometer gelaufen und Bea fühlte sich noch sehr gut. Auf Wanderwegen und schmalen, teilweise mit Drahtseilen gesicherten Steigen ging es noch einmal 1000 Höhenmeter hinab bis nach Mittenwald und zur Leutascher Geisterklamm. Dieser Weg war extrem rutschig und deshalb besondere Vorsicht geboten, das kostete natürlich auch Zeit. Dass dafür auch Trittsicherheit unbedingt notwendig ist, versteht sich von selbst. Doch das Schlimmste stand den Teilnehmern noch bevor: bei Kilometer 80 kam der längste und steilste Aufstieg vom Tal auf 800 Metern zur Bergstation der Alpspitzbahn auf dem 2029m hohen Osterfelderkopf. Und als ob das nicht genug wäre, ging es auf der anderen Seite genauso steil wieder hinab, um dann die letzten Kilometer flach zurück nach Grainau zu gelangen. Bea hatte inzwischen einen Laufpartner gefunden, mit dem sie diese Quälerei gemeinsam meisterte und kurz vor halb zwei in der Nacht nach 18:08:43 Stunden überquerten die beiden zusammen jubelnd die Ziellinie. Bea lief damit in die Top Ten der Frauen und war 4. der Altersklasse W (30 -39). Da die Sicherheit bei diesem Ultralauf in alpinem Gelände oberste Priorität hatte, mussten alle Teilnehmer in einem Rucksack warme Kleidung, ein Erste Hilfe Pack und ausreichend Getränke mitführen. Das Ganze summierte sich dann auch noch zu einem zusätzlichen "Ballast" von rund 5 Kilogramm. Insgesamt also eine Riesenleistung von allen, die diese Herausforderung geschafft haben! Von 450 Startern (davon 47 Frauen) kamen nur 329 ins Ziel (38 Frauen), der Rest stieg bei diesem Rennen aus. Zielschluss war erst nach 25 Stunden und 45 Minuten, er musste verlängert werden, weil noch zu viele Läufer auf der Strecke waren. Trotz der Schinderei und dem unvermeidbaren Muskelkater ist sich Bea aber ganz sicher: das war ein unvergessliches Erlebnis, das sie nicht missen möchte.

Hoehenprofil

Das Höhenprofil sagt schon alles

Unterwegs

Bea mutterseelenallein auf ihrem langen Weg

Im Ziel

Jubelnd endlich im Ziel

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