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19. Jungfrau-Marathon

4206 Teilnehmer standen morgens um 9 Uhr in Interlaken gemeinsam mit Michael Stricker am Start zum 19. Jungfrau-Marathon. Gemessen an der Teilnehmerzahl ist der Jungfrau-Marathon der größte Bergmarathon der Welt! Michael, der immer noch mit Knieproblemen kämpft und deshalb sein Training nicht wie geplant durchziehen konnte, hatte sich den Lauf als reinen Genuss-Lauf ohne bestimmte Zielzeit vorgenommen. Und die Aussicht bei diesem besonderen Berglauf ist tatsächlich gigantisch. (ein Miniziel hatte er aber doch: er wollte die ersten 30 Kilometer in 3:30 schaffen und hatte für den Rest noch 1:45 eingeplant, um das ganze Rennen in etwa 5:15 Std. zu beenden und damit noch weit unter dem Zeitlimit von 6:30 Std. zu bleiben)

Nach dem Start begann der Lauf bei fast noch angenehmen 12 Grad (auf der Kleinen Scheidegg waren es zu diesem Zeitpunkt schon 16 Grad und der Veranstalter wies gleich darauf hin, unterwegs viel zu trinken!!) zunächst mit einer 3-km-Runde durch Interlaken. Dann ging’s weiter - immer noch flach - zum Brienzersee. Nach 10 Kilometern wartete bei Wilderswil der erste heftige Anstieg. Im engen Tal zwischen Felswänden ging es hinauf, um bei Kilometer 20 das Dorf Lauterbrunnen mit dem berühmten Wasserfall zu erreichen. Es folgte auf 800 m Höhe ein weiteres flaches Stück, bevor bei km 26 der ganz große Aufstieg begannn der in 26 anstrengenden Serpentinen bis Wengen führte! Hoch über dem Tal waren 30 Kilometer geschafft und das Zwischenziel in der erhofften Zeit von 3:34 erreicht. Aber der schlimmste Teil kam noch: weitere 1000 Höhenmeter warteten. über Mettlenalp, Wengernalp und dabei ständig  die phantastische Kulisse aus Mönch, Jungfrau und Eiger mit den höchsten Eiswänden der Alpen im Blick, ging es immer weiter bergauf. Und dann, nach 40 Kilometern kam der Höhepunkt der Route, die „Moräne“! Extrem steil und eng wurde der Pfad und die Läufer kamen nur im Gänsemarsch voran, ein überholen ist hier kaum möglich. („Marsch“ ist auch wörtlich zu nehmen, denn an „Laufen“ war nicht mehr zu denken). Nach einem unendlich erscheinenden, brutalem Kilometer kam die Eigerstation in Sicht und es wurde wieder etwas flacher. Aber dieser Teil der Strecke kostete nicht nur sehr viel Schweiß, sondern auch mehr Zeit als gedacht. Ein letzter Kilometer noch bergab und endlich war das Ziel auf der Kleinen Scheidegg erreicht. Ein unglaublich anstrengender, aber auch wunderschöner Bergmarathon war beendet! Die Daten: 1829 m Steigung / 305 m Gefälle.
Michael Stricker benötigte für die Strecke am Ende 5:44:23 Std. und kam als 2173. der Männer ins Ziel. In seiner Altersklasse M55 belegte er Rang 174 – aber das war für ihn diesmal ja zweitrangig. Bei dem wunderbaren Bergwetter, das den gesamten Tag herrschte, konnte er die tolle Kulisse mit herrlichen Ausblicken (ohne echten Zeitdruck) wirklich genießen – und machte  so „ganz nebenbei“ auch noch viele, viele Fotos.
z. B. dies:


Eine tolle Kulisse begleitete die Läufer auch auf dem härtesten Teil, der Moräne


Zufriedener Blick im Ziel auf der Kleinen Scheidegg

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