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Karwendelmarsch 2011

Schlimmer geht es kaum: am Vortag noch Sonnenschein mit Temperaturen von 35 Grad und am nächsten Morgen beim Start um 6 Uhr früh dann 3 Grad, prasselnder Regen und eine schwierige Bergstrecke von 52 Kilometern vor sich, so stand Beate Bauer in Scharnitz, um am legendären Karwendelmarsch teilzunehmen. Der Weg von Scharnitz nach Pertisau am Achensee kann gewandert werden, als Nordic Walking Kurs gemacht oder gelaufen werden. Die beiden ersten Disziplinen sind ohne Zeitnahme, beim Lauf gibt es eine Wertung. Beate hatte sich als ambitionierte Läuferin natürlich für diese Variante entschieden. Insgesamt sind auf den 52 Kilometern rund 2.200 Höhenmeter zu bewältigen. über die Larchetalm, das Karwendelhaus, die Ladizalm, die Falkenhütte, Engalm, Binsalm, Gramaialm und die Falzturnalm geht es in ständigem Auf und Ab bis nach Pertisau am Achensee. Bereits am Karwendelhaus, auf 1771m bei Kilometer 19, war es trotz Handschuhen und Mütze ungemütlich kalt und dazu auch noch neblig. Ein starker Wind erschwerte das Ganze außerdem. Zum Glück gab es hier eine gute Verpflegung mit heißer Suppe und heißem Tee. Doch beides bekam Beate gar nicht gut, so dass sie anschließend auch noch mit Magenproblemen zu kämpfen hatte. In Serpentinen ging es dann runter zum Kleinen Ahornboden. Durch den Regen war die Strecke ziemlich schmierig und es passierte, was nicht passieren sollte: Beate rutschte an einer Stelle aus und stürzte. Dabei schlug sie sich das Knie auf und zog sich auch sonst etliche Prellungen zu. Trotzdem ließ sie sich aber nicht aufhalten und kämpfte weiter. Nach der Ladizalm wurde es dann richtig steil und die letzten 300 Höhenmeter hinauf zur Falkenhütte hatten es wirklich in sich. Leider gab es bei dem schlechten Wetter noch nicht einmal die sonst übliche tolle Aussicht als Entschädigung. Bei Kilometer 35 war die Engalm erreicht, wo später für alle Teilnehmer, die nach 14 Uhr - also 8 Stunden seit Start - hier ankamen, der Lauf aus Sicherheitsgründen beendet wurde. Sie wurden dann per Bus zum Ziel gebracht. Beate war aber schon einige Stunden früher dort und lief weiter. Ein Gewitter und strömender Regen waren der ständige Begleiter. Es folgte nun der letzte Aufstieg, der mit 650 Höhenmetern auf 6 Kilometern auch der steilste und schwierigste des ganzen Kurses war. Je höher es ging, umso mehr ging auch der Regen in Hagel- und Graupelschauer über. Trotz guter Ausrüstung war Beate inzwischen ziemlich durchnässt und die Bedingungen wurden immer unwirtlicher. Am höchsten Punkt der Strecke, dem Binsssattel, lag dann sogar Schnee. Nicht hoch, aber der Abstieg wurde dadurch noch gefährlicher, denn die Sturzgefahr wurde größer. Zum Glück ging hier aber alles glatt. Nun musste sie noch die Gramaialm passieren, dann die letzte Verpflegungsstelle an der Falzturnalm und ab da waren es noch 4 Kilometer, bis das Ziel endlich in Sicht kam. Trotz der vielen Widrigkeiten biss sich Beate durch und beendete den Lauf nach 6:11:33 Stunden als 65. der 250 Finisher gesamt, die überhaupt die komplette Strecke liefen und nicht vorher aufgaben oder in Eng aus dem Rennen genommen wurden. Sie war damit die fünftschnellste Frau und in ihrer Altersklasse W30 belegte sie den 2. Platz.

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